Ein Gast betritt sein Hotelzimmer nach einer langen Reise. Er ist müde, möchte nicht gestört werden — und will morgen früh einfach in Ruhe schlafen. Eine vollständige Zimmerreinigung am nächsten Morgen? Kommt ihm nicht in den Sinn. Er würde auch auf frische Handtücher warten können.

Aber niemand hat ihn gefragt.

Also reinigt Housekeeping das Zimmer wie jeden Tag. Der Gast wird um 9 Uhr geklopft. Er war noch nicht wach.


Dieses Szenario ist kein Einzelfall. Es ist Alltag in der Hotellerie — und es passiert nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus einem strukturellen Grund: Hotels wissen oft nicht, was ihre Gäste in diesem Moment wirklich möchten.

Kundenbefragungen zeigen ein klares Bild. Gäste wünschen sich zunehmend mehr Kontrolle über ihren Aufenthalt. Nicht mehr Service — sondern den richtigen Service, zum richtigen Zeitpunkt.

Das ist ein Unterschied, der zählt.


Aus ersten Erfahrungen mit RoomTouch® lässt sich ein interessantes Muster beobachten: Gäste nutzen die Möglichkeit zur Auswahl intensiver als erwartet — und individueller.

Manche wählen täglich eine vollständige Reinigung. Andere nutzen «Nur Tücher» konsequent an jedem zweiten Tag. Eine überraschend grosse Gruppe wählt bewusst «Heute keine Reinigung» — nicht weil sie weniger Service möchten, sondern weil sie Privatsphäre und Ruhe bevorzugen.

Und «Nicht stören» — oft gedacht als Ausnahme — wird regelmässig und gezielt eingesetzt. Nicht nur nachts. Auch am Morgen, wenn Gäste ausschlafen, arbeiten oder einfach ungestört frühstücken möchten.


Was bedeutet das für Hotels?

Es bedeutet, dass ein Einheitsangebot — täglich reinigen, täglich klopfen — nicht mehr der Realität entspricht. Gäste sind individueller geworden. Ihre Bedürfnisse variieren von Tag zu Tag, von Aufenthalt zu Aufenthalt.

Hotels, die diese Individualität ermöglichen, werden es merken. In der Gästezufriedenheit. In den Bewertungen. Und in der Effizienz des Betriebs — denn weniger unnötige Reinigungen bedeuten weniger Aufwand und mehr Planbarkeit.


Das Interessanteste dabei: Die Technologie dafür ist nicht komplex. Sie muss es auch nicht sein.

Ein einfaches Tablet im Zimmer. Vier Optionen. Eine direkte Verbindung zum Housekeeping-Team.

Mehr braucht es nicht, um zu verstehen, was Gäste wirklich wollen.

— Renato Citrini